Schüler und Medienkonsum

Medienkonsum - eine Untersuchung der Uni Hannover
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Medienverwahrlosung – Schulversagen - Jugenddelinquenz

Vortrag von Prof. Christian Pfeiffer Hannover in Tübingen-Reutlingen Feb 04
Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen - Hannover / siehe www.kfn.de
www.kfn.de/medienverwarlosung.pdf

 

Der medienpädagogische Forschungsverband Süd in Deutschland:

Die Hälfte der 13 – 15 jährigen verfügen über einen eigenen TV Apparat in ihrem Zimmer

Von den 16 – 17 jährigen sind es 70%

Bei einem viertel der 12-16 jährigen ist die Stunden-Zahl vor dem TV und dem Compi grösser als jener der Schulstunden !

Im Verhältnis “Neue Bundesländer Ost Deutschland – West Deutschland:

Osten: 55% der 6 – 13 jährigen haben einen eigenen TV Apparat im Zimmer.

Westen: 28% der 6 – 13 jährigen haben einen eigenen TV Apparat im Zimmer

Durch den TV Apparat im eigenen Zimmer wird die Fernsehdauer um ca. 1h erhöht.

Werktags von 2.5 h auf 3.5 h

Sonntags von 4 0 h auf 5 0 h

Aus der Repräsentativ Umfrage im Jahre 1998:

Männliche Jugendliche (9.Klässler) sitzen mehr als 4h vor dem TV 18%

Weibliche Jugendliche (9.Klässler) sitzen mehr als 4h vor dem TV 13%

Es benutzen verbotene Compi – Spiele männlich 60 %

Es benutzen verbotene Compi – Spiele weiblich 15 %

Auswirkungen:

In der Freizeitbeschäftigung dominieren das Anschauen von Gewalt- Actionsfilmen und PC Spielen mit jugendgefährdendem Inhalt.

Wer pro Tag mehr als 4h vor dem TV sitzt versäumt das Leben

Es bleibt wenig Zeit um in einer Fussballmanschaft zu trainieren um auch siegen und verlieren zu üben.

Das musizieren in einer Gruppe, die Freude eines gelungenen Auftrittes zu erleben hat keinen Platz.

Das Zusammensein, auch ein möglicher Streit mit den Spielkameraden mit einer möglichen anschliessenden Versöhnung findet nicht statt.

Zwischenbilanz:

Das Soziale Verhalten wird nicht entwickelt und eingeübt -

Es fehlt Zeit für Hausaufgaben für die Schule -

Die Bewegung ist zu mangelhaft -

Neurobiologen: Die Entwicklung des Hirns leidet, wenn Kinder sich zuwenig austoben.

Ziel:
Wir müssen es schaffen, den Jugendlichen mehr Lust auf Leben zu vermitteln, die sie dagegen schützt, ihre Freizeit vornehmlich mit problematischem Medienverhalten auszufüllen.